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Impfungen

Informationen zum Thema Impfungen

Hier geht es direkt zu den Themen:

1. Allgemein empfohlene Impfungen

2. Andere Impfungen (Reise- und Indikationsimfungen)

Beachten Sie bitte auch die Links zum Thema (unter Service).



Allgemeines

Bei einer aktiven Immunisierung, auch Impfung genannt, werden dem Körper abgeschwächte oder abgetötete Erreger, (gentechnisch hergestellte) Erregerbestandteile oder abgeschwächte Giftstoffe verabreicht. Sie sind in der Lage, den Körper zur Bildung eigener Abwehrstoffe, sogenannter Antikörper zu veranlassen ohne die Erkrankung selber hervorzurufen. Die gebildeten Antikörper schützen dann den Organismus bei einer späteren Ansteckung mit dem Krankheitserreger. Dieser Impfschutz hält in der Regel nur einige Jahre, so dass Auffrischungsimpfungen notwendig sind.

Eine Impfpflicht besteht in Deutschland nicht mehr. Es liegt in der Verantwortung eines/einer jeden Einzelnen, ob er/sie sich oder seine/ihre Kinder impfen lässt. Es gibt jedoch öffentliche Empfehlungen für bestimmte Impfungen, insbesondere für Kinder. Nur ein vollständiger Impfschutz bewahrt vor der entsprechenden Krankheit. Selbst scheinbar harmlose Kinderkrankheiten können schwere Komplikationen auslösen, die dann unter Umständen zu schweren Behinderungen führen. Außerdem können nur durch ein breit angelegtes Impfprogramm bestimmte Krankheiten ausgerottet werden, wie dies bei den Pocken schon weltweit und bei der Poliomyelitis (Kinderlähmung) auf dem amerikanischen Kontinent gelungen ist.

Gerade aus dem Kreis der naturheilkundlich oder homöopathisch tätigen Ärzte werden aber Impfungen immer wieder abgelehnt, ja sogar verteufelt. Dem vermag ich mich, obwohl ich auch diese Therapieformen anwende, nicht anzuschließen. Ich halte Impfungen bei richtiger Anwendung für einen Segen und eine der größten Errungenschaften der Menschheit. Daher hier noch einmal die Argumente für und gegen Impfungen:

Für eine Impfung sprechen folgende Argumente:

Gegen eine Impfung sprechen folgende Argumente:

Impfschäden, -komplikationen und -nebenwirkungen

Nach allen Impfungen können örtliche Rötung, Schwellung und Schmerzen auftreten, gelegentlich verbunden mit grippeähnlichen Symptomen einschließlich Temperaturerhöhung, Schüttelfrost, Kreislaufreaktionen, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Manchmal schwellen auch die örtlichen Lymphknoten an. Selten treten allergische Reaktionen (u.U. bis hin zum allergischen Schock) auf. Außerdem können Erkrankungen des Nervensystems mit bleibenden Nervenschäden auftreten. Speziell bei den Hepatitisimpfungen wurden auch vorübergehende Veränderungen der Leberwerte festgestellt.

Wie bei jeder Spritze können an der Injektionsstelle Blutungen, Blutergüsse und Entzündungen auftreten.

Aus naturheilkundlicher und homöopathischer Sicht können Impfungen auch Ursache oder Auslöser der verschiedensten Krankheiten sein. Insbesondere können sie eine Rolle spielen bei chronischen Erkrankungen, wie z.B. Neurodermitis, Asthma oder ähnlichem.

Dass Impfschäden bei uns teilweise überbewertet werden, ist wohl darauf zurückzuführen, dass gerade aufgrund der guten Durchimpfung in unserer Bevölkerung bestimmte Krankheiten nur noch selten auftreten. So ist das furchtbare Krankheitsbild der Kinderlähmung hier kaum noch bekannt.

Wann sollte nicht geimpft werden?

Wie immer gibt es aber auch hierbei Ausnahmen.



Empfohlene Impfungen

Die ständige Impfkomission des Bundesgesundheitsamtes (STIKO) gibt Empfehlungen zu den verschiedenen Impfungen, insbesondere bei Kindern heraus. Einige dieser Impfstoffe werden als Kombinationsimpfung angeboten (z.B. Tetanus-Diphetrie-Keuchhusten). Die folgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Tetanus (Wundstarrkrampf)
Lebensgefährliche Infektionskrankheit, Sterblichkeit ungeimpfter Erkrankter bei 30-50%. Der Im Erdreich und Straßenstaub vorkommende Erreger kann durch jede noch so kleine Wunde in den Körper gelangen. Muskelkrämpfe und Lähmungen bis hin zur Atemlähmung kennzeichnen diese schwere Erkrankung. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Die Impfung ist für jedermann öffentlich empfohlen.

Impfung:
3 Impfungen im Säuglingsalter und 1 Impfung nach ca. einem Jahr. Impfung in der Regel als Kombinationsimpfstoff mit anderen Impfungen. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre auch im Erwachsenenalter sind wichtig.

Diphterie
Lebensgefährliche Infektionskrankheit (Sterblichkeit 5-20%), die vorwiegend durch Tröpfcheninfektion (wie Grippe) und die Atemluft übertragen wird. Neben der bekannten Rachendiphterie können auch Herzmuskelschäden auftreten. Nur eine frühzeitige Behandlung kann die Komplikation wahrscheinlich verhindern. Die Impfung ist für jedermann öffentlich empfohlen.

Impfung:
3 Impfungen im Säuglingsalter und 1 Impfung nach ca. einem Jahr. Impfung in der Regel als Kombinationsimpfstoff mit anderen Impfungen. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre auch im Erwachsenenalter sind wichtig.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Viruserkrankung, die wie eine Magen-Darm-Grippe beginnt. Befällt das Virus Nervenzellen, so zerstört es diese, was zu Lähmungserscheinungen im betroffenen Gebiet führt. Bei Befall des Atemzentrums kann sogar der Tod durch Ersticken eintreten. Die Schäden bilden sich in der Regel nicht zurück. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich.

Impfung:
Seit Mai 1998 wird die Schluckimpfung nicht mehr empfohlen, sondern nur noch gespritzt. 2 Impfungen im Abstand von 4-8 Wochen und eine dritte 1/2 bis 1 Jahr nach der zweiten. Schutz für 10 Jahre. Jeder Mensch sollte im Laufe seines Lebens wenigstens 3 Impfungen gegen Polio bekommen haben, weitere Auffrischimpfungen werden nur noch bei Reisen in bestimmte Länder empfohlen.

Keuchhusten (Pertussis)
Schwere und langwierige, bakterielle Erkrankung, die bei Säuglingen und Kleinkindern zu Erstickungsanfällen führen kann.

Impfung:
3 Impfungen im Säuglingsalter, eine weitere nach ca. 1 Jahr. Schutzzeit ca. 5 Jahre.

Masern
Virale Erkrankung, die meist harmlos ist, aber zu letztendlich nicht behandelbaren Komplikationen mit Entzündung von Lunge, Mittelohr und Gehirn führen kann.

Impfung:
Im 2. und 6. Lebensjahr.

Mumps
In der Regel harmlose Viruserkrankung, die zu einer Entzündung der Ohrspeicheldrüsen führt. Als Komplikation können aber Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, der Eierstöcke oder Hoden, sowie der Gehirnhaut auftreten. Bei Jungen nach der Pubertät kann die Hodenentzündung zur Unfruchtbarkeit führen.

Impfung:
Im 2. und 6. Lebensjahr.

Röteln
Harmlose Viruserkrankung, die bei Schwangeren aber zu schwersten Mißbildungen des Embryos führen kann.

Impfung:
Im 2. und 6. Lebensjahr, bei Mädchen vor der Pubertät Auffrischimpfung. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte überprüft werden, ob der Schutz ausreicht.

Haemophilus influenzae Typ B (Hib)
Bakterielle Erkrankung, die für Erwachsene und ältere Kinder ungefährlich ist, aber bei Säuglingen und Kleinkindern zu schweren Gehirnhautentzündungen führen kann.

Impfung:
2 Impfungen im Säuglingsalter und nach 1 Jahr.

Hepatitis B (Leberentzündung)
Akute oder chronisch verlaufende Entzündung der Leber, die durch Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma u.s.w.) eines infizierten (nicht unbedingt kranken !) Menschen übertragen wird. Die Symptome sind bei akuten Verläufen ähnlich wie bei Hepatitis A nur schwerer. Es können aber auch chronische Verläufe auftreten, die erst im Spätstadium, wenn die Leber beinahe vollständig zerstört ist symptomatisch wird. Ca. 1% der Erkrankten stirbt, ca. 10% chronische Verläufe. Keine ursächliche Behandlung. Für Kinder und Jugendliche öffentlich empfohlene Impfung, ansonsten für bestimmte Personengruppen.

Impfung:
2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen, eine dritte nach 6 Monaten. Schutzzeit: 10 Jahre (Blutuntersuchung zur Sicherheit sinnvoll).

Indikationsimpfungen

Dies sind Impfungen, die für bestimmte Risikogruppen oder bei Reisen in bestimmte Länder empfohlen oder gar vorgeschrieben sind. Vor einer geplanten Reise sollten Sie sich frühzeitig bei Ihrem Arzt über notwendige Impfungen und Vorsorgemaßnahmen (z.B. Malaria) informieren. Die Auskünfte der Reisebüros sind hier nicht immer ganz aktuell. Die folgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Gelbfieber
Durch tropische Mücken übertragene, lebensbedrohliche Viruserkrankung. Für eine Reihe tropischer Länder vorgeschrieben.

Impfung:
1 Spritze, nur durch spezielle Gelbfieberimpfstellen. Schutzdauer ca. 10 Jahre.

Hepatitis A (ansteckende Gelbsucht, Leberentzündung)
Akute, durch ein Virus hervorgerufene Leberentzündung. Die Aufnahme des Erregers erfolgt vorzugsweise durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel (z.B. rohe Meeresfrüchte). Das Virus wird mit dem Stuhl infizierter Personen ausgeschieden. Grippeähnliche Beschwerden, Erbrechen, Gelbfärbung der Haut und schweres Krankheitsgefühl kennzeichnen die oft langwierig verlaufende Erkrankung. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich.

Impfung:
2 Impfungen im Abstand von mindestens 6 Monaten. In Kombination mit Hepatitis B 2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen und eine dritte nach 6 Monaten. Schutzdauer: 10 Jahre.

Tollwut
Durch Biß oder Kontakt von infiziertem Speichel mit offenen Wunden übertragene, nach Ausbruch immer tödliche Viruserkrankung. Heilung nicht möglich. Impfung für Risikogruppen und unmittelbar nach Kontakt mit einem möglicherweise infizierten Tier.

Impfung:
Mehrere Spritzen.

Typhus
Die Aufnahme des Erregers erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Die unter Umständen langdauernde und komplikationsreiche Erkrankung zeigt sich in Form von Durchfall, Fieber, Darmblutungen und -durchbrüchen, Herzmuskelschädigungen und Kreislaufversagen. Eine Behandlung ist zwar möglich, muß aber frühzeitig beginnen. Reiseimpfung.

Impfung:
Schluckimpfung (3 Kapseln im Abstand von 3 Tagen) oder 1 Spritze. Schutzdauer: ca. 5 Jahre

FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)
Durch Biß einer infizierten Zecke übertragene Viruserkrankung. Nicht zu verwechseln mit der ebenfalls durch Zecken übertragenen, durch Bakterien hervorgerufenen Borelliose. Beginn wie eine Grippe. In einigen Fällen kommt es zu einem Befall des Gehirns oder der Hirnhäute mit Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit und Bewußtlosigkeit. Etwa 1-2% der Erkrankten sterben, einige behalten bleibende Schäden. Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich. Impfung bei Aufenthalt in der Natur in Endemiegebieten.

Impfung:
3 Impfungen (Abstand je nach Hersteller). Schutzzeit ca. 5 Jahre.

Influenza ("Grippe")
Echte Grippe, nicht zu verwechseln mit dem "grippalen Infekt", vor dem die Impfung nicht schützt. Tröpfcheninfektion. Gefürchtet sind die Komplikationen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung. Die Impfung ist empfohlen für bestimmte Risikogruppen (z.B. chronisch Kranke, Menschen über 60).

Impfung:
Im Herbst 1 Spritze. Die Impfung muss jährlich wiederhohlt werden, weil jedes Jahr ein anderer Virustyp aktuell ist.

Pneumokokken
Einer der häufigste Erreger von Lungenentzündungen. Empfohlen für bestimmte Risikogruppen (z.B. chronisch Kranke, Menschen über 60).

Impfung:
1 Spritze. Schutzdauer: 3-5 Jahre